SPORT

You Better Watsu !

Rahel Fenini

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Leistungssport – „in real“ sowie im übertragenen Sinn – in allen Lebensbereichen gefordert wird. Immer mehr, immer schneller – und das am besten sofort. Ganz getreu dem Motto: „You Better Work, Bitch!“ Glücklicherweise gibt es auch da eine Gegenbewegung – wenn nicht sogar eine Gegenwelt – die bewusst Elemente wie Meditation, Entschleunigung und Entspannung ins Zentrum stellt, und uns so ein ganzheitliches Wohlgefühl erfahren lässt. Während Yoga, Pilates und Tai-Chi in unseren Breitengraden bereits eifrig zelebriert werden, sind andere Formen der Körperarbeit weniger bekannt. Dies soll sich ändern: Na dann, ab in den Pool für Watsu!

 Watsu – ein Kunstwort aus Wasser und Shiatsu – basiert auf den Lehren des Zen-Shiatsu. Statt auf der Behandlungsdecke findet die Therapie jedoch im 35° Grad warmen Wasser statt. Wie das gehen soll, fragt ihr euch? Während man sich mit geschlossenen Augen im Wasser treiben lässt, wird man von der Therapeutin bzw. dem Therapeuten entsprechend den Grundlagen des Shiatsu mit rythmischen, fliessenden Bewegungen massiert, gedehnt und gestreckt. Durch die ideale Temperatur und den statischen Auftrieb des Wassers, kommt es in kürzester Zeit zu einer maximalen Entspannung des Körpers, der Gelenke und Muskeln.

 

Erfunden hat diese Art der aquatischen Körperarbeit der amerikanische Dichter und Shiatsu-Meister Harold Dull in den 80er Jahren. Sein Ziel: Mit der Rückkehr zum Urelement Wasser sollen körperliche Belastungen abgebaut und Blockaden auf physischer, aber auch psychischer und emotionaler Ebene gelöst werden. So hat Watsu nicht nur eine körperliche Ausprägung, sondern auch eine mentale.

 

Und wo kann man Watsu nun ausprobieren? Watsu-Sessions gibt es vielerorts – auch in Zürich. Doch für unseren absoluten Watsu-Hotspot muss eine kleine Reise nach Berlin auf sich genommen werden. Dort erwartet einem dafür das fantastisch einzigartige Liquidrom – Sauna und spa, dessen Architektur auf der Grundlage eines Zirkuszelts entstand. Doch damit nicht genug! Das Herzstück – und absoluter Traumraum – des Liquidroms ist die Kuppelhalle mit Salzwasser-Pool. Dort scheint das Mondlicht „durch das runde Fenster im Zenit. Farben und Lichtspiele vereinen sich unter Wasser mit klassischer und elektronischer Musik“. Ja, richtig gehört: Das Liquidrom bietet also nicht nur die perfekte Location, um ins warme Wasser einzutauchen und sich beim Watsu auf Händen tragen zu lassen, sondern auch, um mit den wohltuenden Klängen und Bässen in andere Sphären zu treiben.

Happy Floating Everyone!

 

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