MUSIK

#heroine - Pop

Serena Schindler

Popmusik...

Ja, auch wir haben sie satt, die sich in den Charts befindenden 4-Chord-Songs, die inhaltslosen „wiggle wiggle wiggle wiggle wiggle yeah“-Lyrics und die Konvertierung allzu vieler talentierter Bands zur überproduzierten Musik, welche live absolut unspielbar ist.

Doch definieren einfache Arrangements, billige Songtexte und die Art der Musikproduktion den Stil „Popmusik“? Und ist Popmusik somit grundsätzlich schlechte Musik?

Wir sagen NEIN.

 

Popmusik, also populäre Musik, ist heutzutage als Stil nicht mehr wirklich definierbar. War sie vielleicht auch nie. Ersichtlich wurde dies einmal mehr an den diesjährigen Grammy-Nominierungen. Beyoncé, die Queen of Pop, war sowohl für „Best Pop Solo Performance“ als auch für „Best Rock Performance“, „Best Urban Contemporary“ und „Best Rap/Sung Performance“ nominiert. Auch hätte sie mit „daddy lessons“ im Quartett mit den Dixie Chicks für die „Best Country Performance“ Nominierte sein können.

Das Beschreiben der Popmusik als schlecht ist somit eine fragwürdige Verallgemeinerung. Wir glauben an Popmusik, sowie wir auch an die Popkultur glauben und wollen mehr davon. Mehr GUTE Popmusik. Mehr anspruchsvolle Songs. Mehr Künstler_innen, welche die Chance der Popularität dieser Musik erkennen und diese für die Verbreitung von positiven Messages nutzen.

 

Gerne stellen wir euch hier die drei Popmusikerinnen vor, welche von unseren Playlists nicht mehr wegzudenken wären:

Solange

Lange stand sie im Schatten ihrer grossen Schwester, doch mit der im September 2016 erschienen Platte „Cranes in the Sky“ hat sie alle Musikinteressierten mit ihrem Talent überzeugt. Nicht nur überdurchschnittliche musikalische Kompetenzen stellt sie mit ihren Arrangements und Vocals unter Beweis, sondern auch die Gabe, Musik ästhetisch und bedeutungsvoll zu visualisieren, wird in ihren Musikvideos ersichtlich.

Ihre stärkste Qualität liegt jedoch wahrscheinlich darin, mit den in ihrer Musik verpackten Botschaften an die Gesellschaft zu appellieren.  In den Songs „F.U.B.U.“ oder "Don't Touch my Hair“ thematisiert sie beispielsweise die Diskriminierung von Afro-Amerikanern.

MUNA

MUNA ist eine Dark-Pop-Band aus Los Angeles, bestehend aus den drei Mitgliedern Katie Gavin, Josette Maskin und Naomi McPherson. Sie bezeichnen sich selber als „queer“, stehen für die LGBTQ Community ein und wünschen sich eine Welt, in welcher jeder Mensch furchtlos sich selber sein darf. Dieser Wunsch wird in ihren Lyrics wundervoll widerspiegelt.

Ihre Musik zeichnet sich durch das Zusammenspiel verschiedener Stile wie Synthpop, R’n’B und Pop-Rock aus.

Obwohl ihr Debutalbum erst im Februar 2017 erschienen ist, freuen wir uns schon auf viele neue Tracks.

Janelle Monáe

Janelle Monáe ist nicht nur die grossartige Schauspielerin aus „Hidden Figures“ und „Moonlight“ oder die bekannte Aktivistin des „Black Lives Matter movement“, sondern auch eine beeindruckende Musikerin. Sie ist selbstbewusst, frech, macht einfach das, worauf sie gerade so Lust hat und dies alles mit Erfolg. Diesen nutzt sie jedoch dafür, um sich für Menschenrechte stark zu machen und für diese zu kämpfen. Janelles politisches Engagement lässt sich nicht nur in ihrem Privatleben und der Thematik ihrer Filme erkennen, sondern ist auch in ihrer Musik zu hören.

In diversen Interviews hat sie neue Musik versprochen. Während wir sehnlichst darauf warten, verwöhnen wir unsere Ohren aber mit älteren Songs.

info@fempop.ch