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GIRLS ALERT!

Cécile Moser

Sex and the City und Gossip Girl waren gestern. Jetzt starten die neuen New Yorker Girls durch - echt, rau und dreckig, wie das wahre Leben eben so spielt. Auch in der 6. und finalen Staffel, die aktuell läuft, vermag uns Lena Dunhams Universum wieder zu verführen und verschlingen. 10 Gründe, warum GIRLS einfach fabelhaft und ein wunderbares Sprachrohr unserer Generation ist.

 

1. Es wird nicht beschönigt. Egal ob eine Sex- oder Liebeskummerszene - man sieht Tränen, Schweiss und echte Peinlichkeiten.

 

2. GIRLS zeigt ein realistisches New Yorker Szenario auf. Die Mädels leben mit wenig Kohle in Brooklyn (schliesslich kostet eine ultra kleine Wohnung im Big Apple, ja beinahe nicht grösser als eine Büxe, schon mal 1500 - 2000 Dollar im Monat), tragen Klamotten wie wir und gehen auf illegale Partys in Bushwick.

 

3. Es wird wunderbar entspannt und ohne Tabus mit Körperlichkeit umgegangen – Speckröllchen, Nacktheit und leichter Ekel stets inklusive!

 

4. Stichwort Quarter-Life-Crisis! Ob Beziehungs- oder Job-Probleme - die 20er sind nicht einfach. GIRLS rüstet einen dafür mit dem nötigen Know-How und Mitfühl-Faktor.

 

5. Die Hauptdarstellerin Lena Dunham alias Hannah Horvath schreibt auch das Drehbuch, wobei ein Blick auf ihren Instagram-Account so einiges gar autobiografisch wirken lässt. Diese Authentizität ist nicht zu übersehen. Im Zeitalter von Social Media und Reality-TV, wo scheinbar alles öffentlich ist und sich die Grenzen von privat und öffentlich fast gänzlich aufzulösen scheinen, gäbe es wohl derzeit keine adäquatere Form des Drehbuchschreibens.

 

6. Man kann Lena Dunham auch auf Instagram folgen (@lenadunham) und bemerkt auch da: Das sind keine von einer PR-Agentur massgeschneiderten Bilder, sondern sind von Dunham selbst geschossene Pics.

 

7. Für die Hauptfigur Hannah hegt man eine gewisse Anti- wie Sympathie: Immer wieder gibt es Momente, in welchen man ihr am liebsten den Kopf abreissen würde und sie absolut nicht versteht. Genau das macht die Serie so grossartig - es ist nicht alles komplett vorhersehbar.

 

8. Marnie, Jessa, Shoshanna und Hannah sind Antiheldinnen.

 

9. Auch wenn die vier Girls absolut verschieden sind, verbindet sie dennoch eine (mal mehr, mal weniger) tiefe Freundschaft. In den entscheidenden Momenten wird zusammengehalten.

 

10. Endlich eine Serie von unserer Generation für unsere Generation! Serena und Blair können einpacken.

 

Es ist klar, auch GIRLS bleibt eine Serie mit Filter, aber eher mit einem Amaro, Mayfair oder Nashville Filter à la Instagram versehen.

 

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