DESIGN

Interaktives Farb-Erlebnis

Cécile Moser

San Francisco, Stadt der Regenbogen-Flagge und der Regenbogen-Hippies, präsentiert mit der Color Factory ein Pop-Up Museum, das passender nicht sein könnte. Da bis auf Weiteres ausgebucht, empfehlen wir, wer einen Trip in die Stadt plant: Lasst euch schon mal vormerken!

 

Dass Farben Einfluss auf unsere Stimmung haben, steht fest. So macht Rot etwa agressiv, Rosa hingegen senkt den Puls und die Nichtfarbe Schwarz stimmt uns traurig. Und neben physiologischen Bedeutungen wird Farben denn auch eine ganze Reihe an kulturellen Bedeutungen zugeschrieben: Rot ist bekanntlich die Farbe der Liebe und gründ steht etwa für Neid oder auch für Hoffnung. Genau diese Bedeutungen und auslösenden Reaktionen sind es, die auch Farbexpert_innen oder Innenausstatter_innen dazu bringen, die ein oder die andere Farben für gewisse Räume oder Einrichtungen zu wählen. Farben bestimmen den Design-Bereich massgeblich mit, man denke etwa an das Pantone-Farbinstitut, das jedes Jahr eine Trendfarbe bekannt gibt – dieses Jahr noch ist es der giftgrüne Ton Greenery , wonach sich dann Designer_innen und ihre Kollektionen in allen Bereichen richten. So lässt sich mit Farben wunderbar spielen, gibt es sie doch, passend zu unserem „Rainbow“-Thema, in so vielen verschiedenen Nuancen. Eine einzigartige Vielfalt, gerade im hyper-ästhetischen 21. Jahrhundert.

Die Color Factory in San Francisco hat sich jetzt genau dieser Erfahrung verschrieben. Das interaktive Pop-Up Museum – bis auf Weiteres leider ausverkauft, es gibt jedoch eine Warteliste – lässt einen Farben auf eine völlig neue und interaktive Weise erfahren und erleben. Die Ausstellung zelebriert Farben und Materialien bzw. deren Kombination und zeigt Werke zu dem Thema von Künstler_innen wie Jacob Dahlgren, Tom Stayte, Geronimo Balloons oder Erin Lang. So kann man sich in 10'000 bunten Farbbändern oder in einer übergrossen gelben Ballgrube verlieren, Regenbogen einfangen oder Farben erriechen. So oder so eine spielerische Ganzkörper Erfahrung, die es sich zu machen lohnt. Und indes auch sehr passend, dass das Museum das Licht der Welt in San Francisco erblickte, steht dieser Ort doch wie kein zweiter für das Gay Right Movement, Harvey Milk lässt grüssen. Jedenfalls prangen in dieser kunterbunten Hippie-Stadt mit ihrem psychedelischen Haight-Ashbury Viertel so einige Regenbogen-Flaggen.

 

www.colorfactory.co

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